// WORK IN PROGRESS //

Allmende, Allgemeingut, Gemeingüter, Gemeinschaffen, Commons, Commoning 
Zunehmend wird über Strategien nachgedacht, wie wir mit knappen und umkämpften Ressourcen durch gemeinschaftliches Nutzen und kollektives Handeln umgehen können. Gemeingüter werden als eine Form von Vergesellschaftung verstanden, die andere Arten sozialer Beziehungen hervorbringen, als diejenigen, die über den Markt oder über politisch-bürokratische Regelungen gesteuert sind. Eine grundlegende Idee des Gemeinschaffens ist die (kollektive) Selbstbestimmung, Selbstorganisation und Gestaltung der sozialen und physischenUmwelt. 

Was aber bedeutet eigentlich „Commons“? Haben sie bestimmte Merkmale und inwiefern verweisen sie auf spezifische Alltagspraktiken? Wer hat Zugang zu Gemeingütern und wer wird ausgeschlossen? Gibt es Orte des Commoning? Wie lassen sich Praktiken des „commoning“ auf den städtischen Raum übertragen? Welche Ansätze und Orte von urbanen Commons sind in Hamburg zu finden? Und: Wie können die Prozesse des Commoning kulturwissenschaftlich untersucht werden? 

In diesem Urbanen Labor I werden in Arbeitsgruppen unterschiedliche Orte, Situationen oder Institutionen der „Urban Commons“ in Hamburg ethnographisch analysiert und dargestellt. Als Grundlage dafür werden ethnographische/stadtanthropologische Studien zum städtischen Raum gelesen und diskutiert, um daraus eigene Forschungsansätze zu entwickeln. Gleichzeitig dient die Vorlesung der Entwicklung der eigenen Kompetenz im Umgang mit qualitativen und quantitativen Methoden der Stadtforschung.