Im Projektmodul Urbanes Labor im Studiengang Kultur der Metropole, wird die Neugier auf die Vielfalt städtischer Realität in ein thematisches Studienprojekt übertragen. Die Verknüpfung ethnografischer Methoden und Fragestellungen mit stadtanthropologischen Konzepten findet in selbst erarbeiteten Forschungsfeldern statt. Jahresthemen wie das diesjährige “Urban Commons” (2018/19) werden in Gruppenarbeiten ethnografisch erforscht, analysiert und in eine „erzählbare Form“ gebracht. Das Thema wird über das gesamte Studienjahr bearbeitet und mündet in einem Produkt.

Die Gründung des Blogs und seiner Eigenheiten basiert auf einer gemeinsamen Idee der Vermittlung unserer Prozesse und Inhalte. Die Relevanz unseres Jahresthemas “Urban Commons“ hat sich in unseren Köpfen manifestiert und letztlich ist die Produktion des Blogs und die Erforschung der möglichen Commons-Orte in Hamburg mehr als eine studentische Arbeit. Nichtsdestotrotz bewegen wir uns im universitären Rahmen und betrachten die Ausarbeitung von commons.hamburg als sich selbst entwickelnder, aus sich heraus verändernder Prozess, der keinen Anspruch auf Perfektion erhebt.

Seit einiger Zeit besuchen wir die auf unserem Blog präsentierten Orte in Hamburg. Wir erlernen und erproben Methoden der Stadtanalyse auf der Suche nach Gegebenheiten, die uns Aufschluss darüber geben, wie wir Commons definieren können. Außerdem stellen wir uns die Frage, ob diese Orte Commons sind, sein könnten oder sich (fälschlicher Weise) als Commons bezeichnen. 

Wir sind junge ForscherInnen und arbeiten an der Auslebung unseres Daseins als erforschende Studierende. Wir versuchen viel vor Ort zu sein, uns nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und gleichzeitig mit Elan herauszufinden, was uns wirklich interessiert: Was sind Commons? Wie funktionieren sie? Wie wichtig ist der Umgang mit ihnen und ihre Pflege? Und wer weiß eigentlich etwas über Commons und wer nicht? 

All diese Fragen leiten uns bei der Erarbeitung der Inhalte für den Blog und für unsere jeweils entwickelte Forschungsfrage durch das Semester. Wir versuchen diese Entwicklung auf unserer Seite festzuhalten, zu vermitteln und wünschen jedem viel Spaß bei der Erkundung der Welt der Commons in Hamburg!



Mehr zum Studiengang Kultur der Metropole unter:
https://www.hcu-hamburg.de/bachelor/kultur-der-metropole/

Commons Netzwerk  

In dieser Rubrik verweisen wir euch gern auf andere Commons Projekte, Blogs, Literatur und Interessantes, was uns (und euch) interessieren könnte und zur Inspiration beiträgt.

Websites&Projekte:

https://commons-institut.org/

https://commons.blog/

https://oxiblog.de/commons-und-planung-eine-frage-der-regeln/

https://www.hauptsache-commons.de/blog/ und https://www.hauptsache-commons.de/medien/

https://www.band2.dieweltdercommons.de/essays/urban_commons.html

https://commons.wikimedia.org/wiki/Hauptseite

Literatur:

Silke Helfrich: Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons (mit David Bollier) (2019)

Silke Helfrich: Commons: Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat (2012).

Silke Helfrich, David Bollier, Heinrich-Böll-Stiftung(Hg.): Die Welt der Commons. Muster Gemeinsamen Handelns. https://www.boell.de/sites/default/files/welt_der_commons.pdf

David Bollier: Think Like a Commoner: A Short Introduction to the Life of the Commons (2014)

Dennis Neumüller: Widersprüche, Konflikte und Handlungsmöglichkeiten aus Sicht der Betroffenen in Commons-Projekten. Eine subjektwissenschaftliche Analyse (Diplomarbeit). Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät Institut für Psychologie. https://www.gartencoop.org/tunsel/system/files/Diplomarbeit%20Denis%20Neum%C3%BCller.pdf

Matthias Wendt: „Weil es nur zusammen geht“ – Commonsbasierte Selbstorganisation in der Leipziger Hausprojektszene (2018)h