shared Literature – Texte und Erklärungen zu urbanen Gemeingütern

Behörde für Umwelt und Energie Hamburg, Amt für Naturschutz, Grünplanung und Energie (2017): Mitwirkungsprozess Deine Geest. Co-kreative Bürgermitwirkung in Hamburgs längstem Park vom Hauptbahnhof bis zum Öjendorfer See. Hamburg.

Die Dokumentation „Mitwirkungsprozess Deine Geest“ beschreibt sehr detailliert den Prozess der Bürgerbeteiligung im Bezug auf die Neugestaltung der Landschaftsachse Horner Geest. Es wird der chronologische Ablauf der einzelnen Beteiligungsphasen – professionell illustriert – dargestellt. Die Erstellung der Dokumentation wurde von der Behörde für Umwelt und Energie in Auftrag gegeben, damit jeder Bürger den Prozess im Nachhinein noch einmal nachlesen kann. Außerdem soll die Dokumentation als Modell und Beispiel für andere Verfahren gelten.

Bierling-Wagner, Eugen (Hg.) (2013): Was allen gehört: Commons – neue Perspektiven in der Armutsbekämpfung. Wien.

Das Buch “Was allen gehört: Commons- Neue Perspektiven in der Armutsbekämpfung” wurde im Anschluss der 9. Österreichischen Armutskonferenz (2012) als Ausarbeitung der dort erörterten Fragen veröffentlicht. Es befasst sich mit den unterschiedlichen Aspekten der Commons und deren Einflüsse auf die Gesellschaft, außerdem stellt sich die Frage, wie durch die Einbringung von Commons in die Gesellschaft Armut verringert werden könnte. Wir finden das gut für alle, weil es sehr gut in Auszügen zu lesen ist (aufgrund der verschiedenen Kapitel). Außerdem ist es im Internet als PDF herunterladbar. Es geht um unterschiedlichste Sichtweisen auf Commons und es könnte uns dabei helfen, nochmal einen anderen Blickpunkt auf unsere eigenen Projekte zu haben. Außerdem beschäftigt es sich, wie der Titel schon sagt, vor allem auch mit Armut in Bezug auf Commons und wie es möglich sein könnte, Commons als einen Lösungsweg dafür zu sehen und ganz viele unserer Commons haben ja auch etwas mit Armut zu tun (Poliklinik, Kost-Wenig Laden…).

Borch, Christian/ Kornberger, Martin (2016): Urban Commons: Rethinking the City. Space, Materiality and the Normative, Band 2. London.

Im Buch „Urban Commons: Rethinking the City (Space, Materiality and the Normative)“, untersucht der Autor Christian Borch kritisch die Stadt auf Grundlage des Urban Commons. Dabei geht er auch auf dessen Formen der Kollektivität, Ausgrenzung und Selbstorganisation ein. Zudem wird geforscht inwiefern die Stadt als gemeinsame Ressource entworfen und wie gemeinschaftliches urbanes Leben geformt und gesteuert werden kann.

Botsman, Rachel/ Rogers, Roo (2010): What’s mine is yours. The Rise of Collaborative Consumption. London.

In diesem, eher wirtschaftlichen Buch, wird ein besonderes Augenmerk auf das Potential des kollaborativen Konsums gesetzt. Es wird beschrieben, wie die jetzige Veränderung des Markts eine Veränderung der Art, wie heutzutage Geschäfte geführt werden und des Umgangs mit Geschäftspartnern hervorbringen werden, oder müssen. Als mögliche Lösungswege werden einige Beispielplattformen oder „marketplaces“ gegeben, die besonders verbraucherfreundlich, zum Teilen, Mieten und Handeln genutzt werden können während gleichzeitig „wertvolle“ menschliche Beziehungen aufgebaut werden. Der Wirtschaftliche Umbruch führt laut Botsman und Rogers zu einer freundlicheren Zeit, in der Menschen die Stärke von Kollaborativen und des Gemeinschaffens wieder schätzen lernen.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (2016): Natur in der Stadt fördert Gesundheit, urbane Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt. (https://www.bmu.de/pressemitteilung/natur-in-der-stadt-foerdert-gesundheit-urbane-lebensqualitaet-und-sozialen-zusammenhalt/, 19.05.2019).

In der dritten Teilstudie von „Naturkapital Deutschland“ erzielte man das Ergebnis, dass die Stadtnatur die Lebensqualität der Stadtbewohner verbessert, als auch einen bedeutenden ökonomischen Wert für die Stadt hat. Beispiele: weniger Luftverschmutzung, Orte der sozialen Begegnung, Speicherung von Wasser.

Dellenbaugh, Mary/ Kip, Markus/ Bieniok, Majken/ Müller, Agnes Katharina/ Schwegemann, Martin (2015): Urban commons: moving beyond state and market. Gütersloh u.a.

Urbaner Raum als Common und als Verbindung zwischen Gemeinschaffen, Zusammenarbeiten und Produktion. Das Verhältnis von Commons zum Staat und Kapital. Empirisch erklärt und untersucht anhand von weltweiten Beispielen und Studien (Recht auf Stadt oder Occupy-Bewegung).

Eichhorst, Werner/Buhlmann, Florian (2015): Die Zukunft der Arbeit und der Wandel der Arbeitswelt. In: IZA Standpunkte Nr. 77.

Bei dem Text „Die Zukunft der Arbeit und der Wandel der Arbeitswelt“ von Werner Eichhorst und Florian Buhlmann aus dem Jahr 2015 handelt es sich um eine Arbeit aus der Schriftreihe „IZA Standpunkte“, die über die Veränderungen der Arbeitswelt informiert und diese diskutiert. Die Arbeitswelt wird immer mehr durch den technischen Fortschritt, der Globalisierung, dem demographischen Wandel und institutionellen Veränderungen beeinflusst und unterliegt einem Anpassungsbedarf. Auf jeden dieser Aspekte wird in dem Text genau eingegangen und Prognosen und Anpassungsstrategien diskutiert. Die Arbeit müsse sich an den wachsenden Fokus auf kreative, interaktive und komplexere Tätigkeiten orientieren und anpassen. Bezogen auf unsere Forschung zum Thema Co-Working informiert der Text über die momentane Lage der Arbeitswelt und bietet eine Diskussionsgrundlage darüber inwiefern das Co-Working in diesem Kontext funktioniert bzw. sich etablieren kann.

Fengler, Denis (2016): „Hier zeigen sich gesellschaftliche Umbrüche“. (https://www.welt.de/regionales/hamburg/article157872887/Hier-zeigen-sich-gesellschaftliche-Brueche-und-Umbrueche.html, 23.05.2019).

In den beiden Artikeln der Welt.de und Mopo.de werden die menschlichen Begegnungen am Jungfernstieg, besonders in den späteren Abendstunden, thematisiert. Das schleißt sowohl Gewaltvorfälle, die zunehmende Polizeipräsens und deren Auswirkungen auf die Atmosphäre innerhalb des Raumes am Jungfernstieg ein, als auch ein geplantes kulturelle Gegenprogramm, um ein friedliches Zusammensein und eine Atmosphäre des „Wohlfühlens“ wiederherzustellen. „Insbesondere die Alster wird von den Bewohnern der Stadt seit jeher als Allgemeineigentum betrachtet und ist an diesem Ort direkt für sie zugänglich.“ (André Poitier 2016) Allgemeineigentum ist hier am Jungfernstieg also der Platz und weist damit auch einige Praktiken des Gemeinschaffens auf, beispielsweise Teil der Gesellschaft sein oder werden und der gegenseitige Umgang. Jedoch bedarf es auch für diese Form des Allgemeineigentums Regeln, um die angenehme und gemeinschaftlich, friedliche Atmosphäre aufrecht zu erhalten.